Society of Pilar

Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Territorium Goa durch Neueroberungen erweitert. Durch einen politischen Umbruch kamen 1835 Truppen an die Macht, die Religion ablehnten und die meisten religiösen Gemeinschaften unterdrückten.
Einige Heilige haben in Goa trotzdem Missionarsgemeinschaften gebildet, die Kirche befürwortete diese den Glauben weiterzutragen. Fr. Custodio Caetano Barretto, ein Sohn Goas, versuchte zwischen 1873 und 1883 vergeblich eine Gemeinschaft der Missionare zu gründen um damit die Eroberer zu evangelisieren. Die Gemeinschaft der Missionare of St. Francis Xavier mit ihrem Ursprungs- und Hauptsitz im Pilarkloster in Pilar, Goa war ein weiterer Versuch der einheimischer Kirche den Glauben unter Christen und Nicht-Christen der Erzdiözese zu verbreiten und zu stärken.

Zum jeweiligen Zeitpunkt hat der Heilige Geist den tugendhaften Priester Rev. Fr. Jose Mariano Clement Bento Martins aus Orlim, Goa, inspiriert am 26. September 1887 den „Orden der Missionare von St. Francis Xavier“ mit Hauptsitz in Agonda, canacona, Goa zu gründen. Dies fand mit der Zustimmung des ersten Patriarchen aus Ost Indien, D. Antonio Sebastiao Valente, Erzbischof aus Goa, und trotz des Verbots der Regierung gegenüber religiöser Orden seit 1935 statt. Vier neue Gefährten traten am 26. September 1887 Fr. Benton Martins Orden bei. Das Gelübte wurde beim Patriarchen heimlich, erst nach 8 Uhr Abends in der Kapelle in Panjim abgelegt, da die Feierlichkeiten, wie das heilige Sakrament, die zu dem Gelübte gehörten die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich ziehen könnten.

Der Orden der Missionare St. Francis Xavier entstand und Fr. Bento Martins war der Ordensoberste. Trotzdem stand der Orden kurz davor sich aufzulösen, als sechs Priester und zwei Brüder diesen am zweiten Juli 1939 neu organisierten. Der Orden wurde in einen neuen missionarischen Orden umgewandelt, wobei Altes weitergeführt wurde und die Verfassung passend zur Durchsetzung des „Code of Canon“ Gesetzes von 1917 überarbeitet wurde. Grundsätzlich wollte der einheimische Orden Jesus Christus unter die „Unwissenden“ bringen. Dies wollten sie durch Hilfeleistungen für die Ärmsten und Unberührbaren erreichen.

Heute sind es insgesamt 450 Missionare, die Pilar Priester sind in vier verschiedenen Provinzen Indiens verteilt; Delhi im Norden, Goa im Süden, Kolkata im Osten und Mumbai im Westen. Im Jahre 1986 kamen die Pilar Priester nach Bhopal und fingen mit der Pionierarbeit bei den Leprakranken an. Außerdem verbanden sie sich mit den Arbeitern indem sie den Ärmsten der Armen und den unberührbaren Kindern Bildung, durch den Bau von Schulen, Jugendherbergen, Dispensatorien und Rehabilitationszentren gaben.

Der Orden der Pilar Priester in Bhopal ist eine eingetragene „Society“, registriert unter den „Madha Pradesh Societies and Firms registration act 1973“, mit der Registrationsnummer 25994, am 8.12.1993. Der Orden hat außerdem einen ausländische Kontributionsnummer (FCA) vom Heimatministerium um ausländische Spenden akzeptieren zu dürfen/können.

Pater Franklin Personenbild

"God writes straight through crooked letters."

"Gott schreibt gerade mit krummen Buchstaben". Das scheint sich auf jeden Fall für die Bhopal Mission aus der Kolkata Provinz zu bewahrheiten.

Fr. Franklin kam hier im Jahr 1986 an, um bei der Hilfsarbeit der Archdiozese von Bhopal für die Opfer der bekannten Chemiekatastrophe von 1984 mitzuhelfen. Seitdem sind 28 Jahre vergangen . Opfer und deren Freunde und Verwandte warten immer noch vergeblich auf Gerechtigkeit und Entschädigung. Fr. Franklin ist seit mehr als 24 Jahren hier, wenn auch nicht alleine und nicht mehr mit der gleichen kleinen Struktur der Hilfsarbeit. Eine Gemeinschaft von Pilar Priesters lebt hier in verschiedenen Gemeinschaften. Shantinagar ist der Hauptsitz. Fr. Franklin hätte nicht erwartet das er so lange hier bleibt, geschweige denn das sich die Infrastruktur, z.B. Schulen und Sozialarbeit so weit und gut entwickeln.

Aber dank seiner Vison sieht Bhopal heute schon etwas anders aus. Es ist ein Komplex mit verschiedenen Apostolaten, die meisten davon fokussiert auf Bildung der unterprevilegierten. Es gibt drei verschiedene Hauptvereinigungen: Berasia, Bal Bhawan und Scholasticate. Das Apostalat der Pilar Priester in Bhopal besteht aus Kindergärten für Kinder, Hindi- und Englischschulen für Kinder und Jugendliche und Sozialarbeit für Nomaden, Leprakranke und einem Dispensatorium.

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Nur 5,- € kostet die Menge Reis, die nötig ist, um ein Kind in Indien einen Monat lang zu Ernähren.