Kindern eine Zukunft schenken
Die „Brücke der Freundschaft“ unterstützt verschiedene Kinderwohnheime, Kitas und Schulen in Bhopal die in kirchlicher Trägerschaft von Ordensbrüdern und Schwestern geleitet werden. Die Kinder stammen aus den umliegenden Slums bzw. abgelegenen Dorfgemeinden, in denen insbesondere Adivasi-Familien unter ärmsten Bedingungen leben und als „Unberührbare“ starker Diskriminierung ausgesetzt sind. Hunger, Gewalt, Menschenhandel und Zwangsehen prägen die Verhältnisse, aus denen wir möglichst viele Kinder retten wollen. In den Schulen und Hostels finden sie eine sichere Umgebung, können sich gesund ernähren, lernen Mitgefühl und Selbstbewusstsein und haben nach ihrem Schulabschluss die Chance, dem Teufelskreis der Armut für immer zu entkommen.
Ausbildung zur Krankenschwester
Seit vielen Jahrzehnten unterstützt die „Brücke der Freundschaft“ die Ausbildung am „St. Joseph’s College of Nursing“. Besonders fleißigen und erfolgreichen Schülerinnen wird hier die Möglichkeit geboten, sich zur Krankenschwester oder Krankenpflegerin ausbilden zu lassen. In Indien kostet jede Ausbildung viel Geld, so dass ärmere Schichten kaum die Chance haben, der Armut zu entkommen. Wer sich keine Ausbildung leisten kann, bleibt als ungelernter Tagelöhner der Willkür seines Arbeitgebers vollkommen ausgeliefert. Die frischgebackenen Krankenschwestern hingegen können in einem vergleichsweise sicheren und fair entlohnten Beruf eigenes Geld verdienen, mit dem sie ihre Familien unterstützen oder ihren Kindern eine Schulbildung ermöglichen.

Selbstbestimmung als Näherin
In den Stadtteilen Sohankheda, Deriyamukhate und Nimbukheda wurden im Laufe der Jahre drei Nähschulen aufgebaut, in denen Mädchen und junge Frauen eine Nähausbildung machen können. Nach Abschluss 6-monatigen Ausbildung erhalten die Absolventinnen eine eigene Nähmaschine sowie Nähutensilien, mit denen sie zu Hause in den Slums und Dörfern kleinere Auftragsarbeiten durchführen und so Einkommen erwirtschaften können. Für die Frauen ist es die einzige Möglichkeit, zum Verdienst der Familie beizutragen, was ihren Wert und damit den entgegengebrachten Respekt enorm erhöht. Viele Mädchen müssen so nicht verheiratet werden, sondern können sich ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Darüber hinaus fungieren die Nähschulen auch als sozialer Treffpunkt, an dem die Frauen Kontakte knüpfen und tragfähige Netzwerke zur Selbsthilfe aufbauen können.










































